Der Roman „ZERO – Sie wissen was du tust.“ von Marc Elsberg aus dem Jahr 2014 beschreibt die
Datenkontrolle „Big Data“ in unserer heutigen Zeit und treibt dabei die Situation auf die Spitze.

Die Geschichte findet ihren Anfang an einem ganz normalen Tag in der Innenstadt Londons, als plötzlich die Datenbrille eines Jugendlichen einen gesuchten Verbrecher über die Gesichtserkennung anzeigt. Daraufhin beginnt eine Verfolgungsjagd, die mit dem Tod eben dieses Jugendlichen endet.
Als dann auch noch ein Live-Stream auf YouTube und auf einer Website namens „zeropresidentsday.com“ auftaucht, auf dem der US-Präsident von einer Drohne auf seinem Urlaubslandsitz gefilmt wird, diese und ein paar weitere dem Secret-Service, der den Präsidenten erst nach 3 Minuten in Sicherheit bringt, in die Garage und schließlich ins Haupthaus selbst folgen, bricht
Chaos aus. Sofort sind FBI und NSA hinter der Aktivisten- und Hacktivisten-Gruppe ZERO her. Kurz darauf startet die Londoner Tageszeitung „The Daily“ ebenfalls eine Jagd auf die Gruppe, die Ergebnisse bringt. Die Journalistin Cynthia Bonsant wurde dazu von ihrem Chefredakteur auf ZERO angesetzt, doch gleichzeitig startet sie auch Ermittlungen gegen das Online-Unternehmen Freemee, welches einen sicheren Umgang mit Daten verspricht und den Kunden die Möglichkeit gibt, die eigenen Daten eigenständig zu verbessern und zu verkaufen. Es gilt dabei: Je mehr Infos, desto mehr Geld gibt es. Es endet mit einer gewaltigen Verfolgungsjagd durch die New-Yorker Innenstadt und Untergrund, bei der kaum noch klar ist, wer gejagt ist und wer jagt. Was tut Freemee? Wer steckt hinter Zero? Und was haben Auffälligkeiten einer Selbstmord- und Todesfallstatistik mit alldem zu tun?

Der Stil des Autors sorgt zusammen mit der abwechslungsreichen Handlung für ein packendes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen will. Ich halte das Buch für einen Bestseller und fesselnden Roman. Die Handlung ist überaus komplex und dennoch sind die verschiedenen Blickwinkel und Facetten im Hintergrund, sowie die Einwürfe von ZERO-Chats, gut verständlich, und es gibt für die, die mit der technischen Welt nicht vertraut sind, ein Glossar zu den wichtigsten Begriffen im Buch, sowie eine Personenübersicht, da im Laufe des Buches verschiedene Personen vorgestellt werden und den Überblick über Name, Stellung und Bedeutung zu halten, schwer fallen kann.

Marc Elsberg schuf mit „Zero“ einen gesellschaftskritischen und gut durchdachten Roman, der sich mit „Big Data“ und Co auseinandersetzt und ebenso wie der Klassiker „1984“ von G. Orwell alias Eric Arthur Blair nur zu empfehlen ist.

 

Bild: http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Elsberg_MZERO_149938.jpg

Veröffentlicht in: www.50676-humboldt.de

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