Jeder Windows-Nutzer kennt sie: Windows-Updates. Manchmal sind sie wirklich nötig, doch meist geschehen nur minimale Änderungen, die dem Normalverbraucher weder auffallen noch helfen. Doch während man bei Windows 7 noch ein gewisses Maß an Kontrolle über die Installation der Updates durch Windows und den damit verbundenen Neustart hat, ist diese nun mit Windows 10 fast vollständig verschwunden. Wer es leid ist, ständig eine blockierte Internet-Leitung zu haben und ständig den Computer während des Arbeiten neuzustarten ist hier richtig!

Ein einfacher Weg, die Neustarts und Updates zu verhindern, ist das Stoppen des Windows Update Services – doch damit ist die Arbeit nicht getan: Der Update-Service hat die Angewohnheit sich alle paar Minuten neu zu starten. Um dies zu verhindern schreiben wir einfach ein kleines Skript, welches wir später nur als Administrator ausführen müssen.

(Fertiges Skript hier herunterladen)

Schritt #1:

Machen Sie einen Rechtsklick auf Ihren Desktop (oder jeden anderen Ordner, welchen Sie einfach aufrufen können) und wählen Sie ‚Neu‘ > ‚Textdokument‘. Benennen Sie das neue Dokument in „Windows Update STOP.bat“ um und bestätigen Sie den Dialog zur Namens-/Dateiendungs-Änderung mit „Ja“.

Schritt #2:

Öffnen Sie die Datei, indem Sie einen Rechtsklick machen und auf Bearbeiten klicken. Ihr Standard-Texteditor sollte sich nun öffnen und Sie können folgenden Code hineinkopieren.

goto end

:loop
ping localhost -n 10
goto end

:end
net stop wuauserv
goto loop

 

Die Zahl 10 ist hierbei nur ein Beispiel und kann mit jeder anderen Zahl wie z.B. 1000 ersetzt werden. Im Beispiel erfolgen so ca. 10 Sekunden Wartezeit, 1000 Sekunden wären eventuell auch möglich und/oder besser.

(Erklärung des Codes)

Schritt #3:

Speichern Sie die Datei.

Schritt #4:

Machen Sie einen Rechtsklick auf das Programm, wählen Sie „Als Administrator ausführen“ aus und bestätigen Sie den UAC-Dialog mit „Ja“.
Das Konsolenfenster, welches sich daraufhin öffnet können Sie nun einfach in die Taskleiste minimieren und ignorieren. Das war alles! Die Windows-Updates werden Sie, solange das Programm läuft, nicht stören!

Beenden:

Wenn Sie nun trotzdem Windows-Updates einspielen wollen, so müssen Sie nichts weiter tun als das Konsolenfenster zu schließen und so das Programm zu beenden. Danach rufen Sie das Startmenü auf, suchen dort nach der Kommandozeile „cmd“ und führen diese mit Rechtsklick > „Als Administrator ausführen“ aus. In die Zeile brauchen Sie dann nur net start wuauserv einzugeben und können dann das Fenster wieder schließen.

Der Code erklärt:

Der Code besteht aus zwei Teilen, jeder Abschnitt enthält dabei nur 3 Zeilen Code.

:Label
Anweisung
goto JumpToLabel

Die erste Zeile ist jeweil das sogenannte Label, welches durch einen Doppelpunkt eingeleitet wird. In der zweiten Zeile wird dann eine Anweisung aufgerufen, gefolgt von einem Sprungbefehl goto zu einem andern Sprung-Label.

Im ersten Abschnitt loop ist die Anweisung dabei:

ping localhost -n 10

ping localhost startet einen Ping-Aufruf an den eigenen Computer (localhost), wobei das Attribut -n die Anzahl der Aufrufe angibt, die getätigt werden sollen. Ein Ping an den eigenen Computer ist auch ohne Internetverbindung möglich und dauert ca. 1 Millisekunde. Jedoch wird zu jedem Aufruf noch eine Nachricht auf der Konsole ausgegeben, sodass ping localhost -n 10 nicht 10 Millisekunden sondern ca. 10 Sekunden dauert. Nach Ausführung der Anweisung springt das Programm dann in den Abschnitt end.

Der zweite Abschnitt end enthält nun den Befehl, der das Windows-Update stoppen soll:

net stop wuauserv

net ist dabei das Netzwerkkommando, um Einstellungen am Computer und Netzwerk vorzunehmen, stop ist der Befehl zum Stoppen eines Dienstes und „wuauserv“ ist schließlich der Name des Windows-Update-Services. Da dieser Befehl Administrator-Rechte braucht ist das Ausführen, wie oben beschrieben, nur per UAC-Bestätigung als Administrator möglich. Nach Ausführung springt das Programm dann wieder zurück in den Abschnitt loop.

Die erste Zeile des Programms goto end ist eigentlich nicht notwendig.
Da das Programm von oben nach unten durchlaufen wird, müsste der end-Abschnitt nur über dem loop-Abschnitt positioniert werden, um zu garantieren, dass die Schleife erst nach Beendigung des Updates-Services startet. Weil es nun aber einfach als sauberer gilt, die Sprungabschnitte unten im Code zu definieren und diese dann in der ersten Zeile aufzurufen, wurde dies hier ebenso gehandhabt.

Viel Spaß mit der Update-freien Zeit!

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